Wer
hat an der Uhr gedreht?
Am
Samstagabend, 20.November, lud der Gemischte Chor Gächlingen zu seinem
traditionellen Chränzli ein. Die vielen Besucher wurden mit Liedern und
Sketchen durch die vier Jahreszeiten geführt. „Mit wer hat an der Uhr
gedreht?“ führte die Gäste von der einen Jahreszeit zur anderen. Eröffnet
wurde der Liederreigen mit „Nach em Räge schiint d’Sunne“, „Tulpen aus
Amsterdam“ und „Seasons in The Sun“ zum Thema Frühling. Natürlich durfte der
passende Sketch „ Im Früelig do gohts uf de Rande“ nicht fehlen. Die Familie
Toggenburger aus Gächlingen erprobt den neuen Gächlinger Randenturm, da der
Siblinger Randenturm durch den Heimatschutz boykottiert wird. Der neue
Randenturm ist natürlich Heimatschutz tauglich versenkbar und nur zu
bestimmten Zeiten geöffnet. Passend zum Sommer sang der Chor den „
Siloballen Blues“, das „Bett im Kornfeld“ und den Sprechgesang „Urlaub“. Im
Sketch erlebte die Familie Toggenburger alle Nöte einer Autofahrt von
Gächlingen nach Basel an den Euroairport mit Hilfe ihres GPS. Zum Trost
sang der Chor dem geplagten Familienvater „Probier’s mal mit
Gemütlichkeit“.
Die leicht
melancholischen Lieder „Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund“, „Ich war
noch niemals in New York“ und „ Te voici, vigneron“ führten in den in den
bunten Herbst hinein. Mit den Tücken der Hausarbeit kämpften anschliessend
die 3 Männer im Haushalt. Mit Hilfe von Google wurde ein Hemd gebügelt,
Risotto con funghi e grappa gekocht und der Boden aufgewischt. Sehr zum
Leidwesen der angetrauten Ehefrauen stellte sich der Risotto als
Haferflöckli mit Pilzen und Grappa heraus, der Boden erlitt durch den
Autowachs eine Farbveränderung und das Hemd erhielt braune Flecken. Mit
dem Adventsjodler sang der Chor die Winterszeit ein. Es folgten „Drummer
Boy“, „Mary’s Boy Child“ und „Weisser Winterwald“. Der Sketch rund um den
Mumpfel brachte Vater Toggenburger die Mutter und die Tochter an den Rand
der Verzweiflung, weil er jeden, ihm anvertrauten Mumpfel, an den falschen
Mann oder Frau brachte.
Mit viel Applaus und
viel Gelächter bedankte sich das Publikum für das abwechslungsreiche,
fröhliche Programm. Besonders die kurzen Szenen zwischen den
Programmteilen, die speziell für Andreas Domnick, dem Dirigenten, gespielt
wurden. Andreas Domnick verlässt nach 6 Jahren den Gemischten Chor. In
diesen 6 Jahren reiste er mit seinem Auto immer am Montag von Freiburg im
Preisgau nach Gächlingen. Diese Autofahrt inspirierte zwei
Altersheimbewohner im Höllental jeden Montag Wetten abzuschliessen, ob der
Fahrer wohl pünktlich oder verspätet durchbrause. Als herzliches Dankeschön
für seinen Einsatz für den Gemischten Chor sang der Chor „Diese Zeit war
schön“ und einen wunderschönen Mumpfel.
In der Pause und vor dem
Programm
konnten sich die Besucher mit Braten und Kartoffelsalat oder einem feinen
Stück Kuchen verwöhnen lassen. Begehrt wie immer war der Losverkauf und die
glücklichen Gewinner freuten sich über die schönen Tombolapreise. Nach dem
Programm als musikalischer Abschluss des tollen Chränzli spielte René Gasser
zum Tanz auf. A.I.
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