|
1.Augustfeier in Gächlingen Bericht und Bilder
von Andrea Iten Bilder vom Höhenfeuer |
|
|
Zahlreich
erschienen die Besucher zur 1.Augustfeier in Gächlingen, denn die Gächlinger
Landfrauen hatten zu einem Bundesfeier Zmorge in der Turnhalle eingeladen. Ganz
nach Landfrauenart erwartete die Besucher ein wahrer Gaumen- und Augenschmaus.
Die grossen und kleinen Gäste genossen das gemeinsame „Zmörgele“ und liessen
sich nach Herzenslust verwöhnen.
Mit „Zur Feier des
Tages“ eröffnete die Musikgesellschaft Gächlingen den musikalischen Rahmen des
stimmungsvollen Anlasses. Die Musiker und Musikerinnen unterhielten die Gäste
bei Kaffee und 1.Augustweggen mit ihrem musikalischen Können.
Ein Genuss war die
1. Augustrede von Maja Werner-Bachmann, Präsidentin des Verbands Schaffhauser
Landfrauen VSL. Vordergründig, ohne politische Schlagwörter sprach Maja Werner
über ihre Beziehung zur Schweiz. Mit einer kleinen Geschichte über die
Fabelwesen Swabidua und dem grünen Kobold veranschaulichte die Rednerin ihre
Gedanken. Die Swabiduas lebten glücklich und froh in ihrem Dorf und beschenkten
sich aus Freude und Herzlichkeit kleine Pelzstückchen. Dies war dem grünen
Kobold ein Dorn im Auge und er nahm sich vor, den Swabiduas die wirkliche Welt
zu zeigen. Er säte Misstrauen und Neid und als er sein Ziel erreicht hatte,
bereute er sein Tun. Doch er hatte keine weiche Pelzli zum verschenken, sondern
nur kalte, stachlige Steine. Doch trotz seiner Bemühungen fanden die
vorurteilslose Herzlichkeit und das neidlose Glück nicht mehr den Weg zurück zu dem Dorf der
Swabiduas.
Aber ist die
wirkliche Welt nur kalt und stachlig, gibt es nicht auch warme, weiche Seiten?
In Bezug auf die Schweiz, in der alle genug zu essen haben und seit Jahren
nicht durch politische Unruhen und grosse Katastrophen gebeutelt werden,
sollten diese warmen, weichen Seiten zu finden sein. Gerade in kleinen
Gemeinden und dem kleinen Kanton Schaffhausen, wo jeder jeden kennt und man
sich geborgen und dazu gehörig fühlen kann, da beginnt vielleicht die warme,
weiche Schweiz. Das Markenzeichen Schweiz bedeutet immer noch Herzlichkeit und
Menschlichkeit trotz des oft rauhen Windes, der durch die politischen und
gesellschaftlichen Landschaften weht.
Das Publikum
bedankte sich bei Maja Werner mit einem herzlichen Applaus für ihre schlichte
aber engagierte Rede. Die gemeinsam gesungene Landeshymne, von der
Musikgesellschaft Gächlingen musikalisch tatkräftig unterstützt, rundete den
stimmungsvollen Morgen ab.
Als ein etwas
anderes 1.Augustabzeichen konnten die Besucher zum Schluss ein weiches Stück
Pelzli, ein Mitbringsel der Präsidentin des VSL, mit nach Hause nehmen. A.I.
©Gemeinde Gächlingen. Stand: 21.08.2005